Let it be v. Fitzgerald Kusz

Regie: Bernd Lemmerich, Schweinfurt

        

Es beginnt harmlos. Er liest morgens die Zeitung, lästert über lokale Ungereimtheiten. Sie lackiert ihre Fingernägel, erzählt ihm von ihrem nächtlichen Traum: Von der gemeinsamen Tanzstunden-Zeit und von ihrem Lied "Let it be", das jetzt an glückliche Tage erinnert. Von Nostalgie erfasst, möchte sie auf der Stelle mit ihm tanzen. Doch er wendet sich rüde ab, spricht liebevoll mit seinem Kanarienvogel. Immer wieder beweist die Frau in den folgenden Szenen wahre Engelsgeduld: Egal ob er nach einemTelefonat beharrlich schweigt, sich störrisch einer Aussprache über die Tochter verweigert oder sich über die Teilnahme seiner Frau an einer Fragebogen-Aktion lustig macht. Verschiedene Szenen fügen sich allmählich zu einem Bild der grauenTristesse, unterbrochen von kleinen Hoffnungsschimmern wie einem Disco-Besuch.   

Doch letztlich wird die Erkenntnis immer stärker:"Was hat man sich schon zu sagen, wenn man immer nur zu zweit ist?"

Sie verlässt die Familie, klingelt nachts bei der Freundin.: Atemlos nach dem Streit, steht sie erschöpft vor der Haustür, die sich nicht öffnet.  

Mehr sollte man vielleicht über den Verlauf des Stückes nicht verraten, nur dass sie ihm und ihrer Ehe noch eine letzte Chance gibt.  

 Schweinfurter Tagblatt - 6. Oktober `06 

Dem Trio gelingt ein vergnüglicher, aber auch manchmal beklemmender Theaterabend. Denn neben der Eindringlichkeit desTextes, seiner Interpretation und der schauspielerischen Intensität hält das Stück auf weiten Strecken einen hohen Wiedererkennungswert parat: Zumindest für diejenigen im Publikum, die über profunde Eheerfahrung verfügen.

Auch hier zeigt Christine Hadulla - diesmal ganz ohne Worte - die große Breite und Überzeugungskraft ihrer schauspielerischen Ausdrucksmöglichkeiten.“

 

 

 

 

Hamlet for You v. Sebastian Seidel

Eigenregie: Christine Hadulla und Peter Hub 

 

Eine trashige Parodie auf Theater-Rituale im allgemeinen und Möchtegern-Tragöden im besonderen: 

Geist oder Nichtgeist, Lachen oder Weinen, Hamlet oder Laertes, Singen oder Nichtsingen, Coca oder Pepsi – Sein oder Nichtsein.

Mit viel Phantasie und Improvisationstalent und mit tatkräftiger Unterstützung des Publikums schaffen es die beiden Chaoten Friedrich und Johanna tatsächlich, das Stück über die Bühne zu bringen.

Am Ende jedenfalls - wie es sich beim Hamlet so gehört –  sind alle,die tot sein müssen, tot und Johanna bekommt sogar ihren großen Auftritt als Musicalstar.

Schweinfurter Tagblatt - 25. Juli `08 

 

...schön nah am Geschehen, was besonders dann von Vorteil ist, wenn in Peter Hubs, also Friedrichs Zügen wieder einmal Eitelkeit und Versagensangst im Wettstreit liegen oder Christine Hadullas tiefblaue Augen nur so blitzen, um Johannas Dilettantinnen-Euphorie zu zeigen.  

Es macht Spaß, den beiden beim Austoben zuzusehen, und zum Schluss haben wir zumindest eines gelernt: Dänemark ist verdammt kalt.

 

 

 

 

 

Friedrich und Johanna spielen... 

in Eigenbearbeitung und Regie

Die Ballade vom Ritter Eppelein „Sie hatten ihn gefangen,mit Spießen und mit Stangen ... „

So beginnt sie, die Ballade vonEppelein von Gailingen – und schon sind Friedrich und Johanna auf der Bühne, dieses Gedicht spielerisch zum Leben zu erwecken. Und wie!!! Beide berüchtigt, jeden Unfug undUnsinn mit literarischen Texten zu treiben, stellen sie den berühmten Raubritter Eppelein, der die Nürnberger so gemein foppte, in den Mittelpunkt ihres illustren Treibens.

Für alle Freunde des spielerischen Unsinns ein Muss – und für alle Nürnberger doppelt.

 

Weihnachtsspezial

 

Es begab sich aber zu der Zeit, da machten sich auch auf Friedrich und Johanna zu spielen die Weihnachtsgeschichte...  

Dies erweist sich jedoch als schwieriges Unterfangen und bringt einige komische Verwirrungen mit sich, denn  während  Friedrich verzweifelt versucht, die überlieferten Schriften über die heilige Familie in Bethlehem bibelgetreu darzustellen und ihrem wohlbekannten Ende zuzuführen, bringt Johanna wieder einmal alles durcheinander.

Ein äußerst unterhaltsamesund modernes Stück, das die uns allen geläufige Geschichte so erzählt, wie sie sich in der heutigen Zeit hätte abspielen können.

 

 

 Hamlet for You

 

zu jedem Anlass

  • in Ihrer Firma

  • zum Geburtstag

  • zu Ihrer Hochzeit

  • an Weihnachten

  • bei Eröffnungen

  • auf Straßenfesten

  • zum Menue

  • und auf Anfrage auch nach Ihren Wünschen ganz auf Ihre spezielle Feier zugeschnitten.

 

 

Verlebt und Lebendig mit "Inge Und Rita" 

 

Eigenregie

 

Viel zu viel „Gerümpel“ hat sich im Laufe der Jahre bei Inge & Rita angesammelt. Das soll sich jetzt ändern! Um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, haben sie einen „Entrümpelungskurs“ belegt. Mit Elan begeben sie sich auf den Weg ihr Glück  zu finden, denn weniger ist mehr!

Texte und Szenen von gestern, heute und morgen.  

Absurditäten des Lebens zwischen Komik, Satire und Humor.

"...Angelika Scheidig (Inge) und Bettina Hümmer-Dünninger (Rita) lassen ihre beiden Kunstfiguren noch einmal alles durchleben – mit jedem Fotoalbum, jedem Souvenir, jedem Buch und jedem Kleidungsstück werden Erinnerungen wach. Etwa an die Reise nach Monte Carlo, wo sie erst am Roulette-Tisch gewonnen und dann beim Kartenspiel alles wieder verloren haben. Die leicht angegilbten Pelzjacken, die diese Gedankenreise in die Vergangenheit ausgelöst haben, wollen sie aber behalten – schließlich könnte man mal wieder insTheater gehen, „den Hamlet“ anschauen, zum Beispiel. Worauf es zum ersten Einspieler kommt: Peter Hub und Christine Hadulla spielen– in kaltes Licht getaucht, sozusagen als visualisierte Erinnerung– die Sein-oder-nicht-Sein-Szene. Da passt es gut, dass Ophelia dem vermeintlich wahnsinnig gewordenen Hamlet seine Geschenke zurückgeben will – auch eine Art von Entrümpelung, wenn man so will.

Inge und Rita sehen das alles eher pragmatisch: „A weng durchgeknallt war er schon, der Hamlet“ –„Die Ophelia kann froh sein, dass sie sich umgebracht hat“.

– ein unschuldig makaberer Spaß,der dem Publikum großes Vergnügen bereitet...."

 

 

Szenische Lesungen 

 Eigenregie

 

BABETTES FEST 

 

Im19. Jahrhundert, im kleinen norwegischen Berlevaag, führen diebildschönen Schwestern Martina und Philippa ein bescheidenes undgottesfürchtiges Dasein in einem kargen Fischerdörfchen.Als sich der Pariser Opernsänger Achille Papin in Martina undihre wundervolle Stimme verliebt und der Offizier Lorens Loewenhjelmder hübschen Philippa den Hof macht, weisen die beiden Frauenihre Verehrer ab, um nach den Vorstellungen ihres Vaters ein Leben infrommer Enthaltsamkeit und Pflichterfüllung zu führen.

Nachdessen Tod erben die zwei Schwestern das Haus und sehen gemeinsamihrem Alter entgegen, als eines Tages die französische KöchinBabette vor ihrer Türe steht. Sie ist vor den Unruhen undAufständen in Paris geflohen und auf Empfehlung von AchillePapin zu den beiden Schwestern gekommen. Die junge Französinkümmert sich um den Haushalt und bereitet den beiden Frauen nachderen Wunsch ihre spärlichen Mahlzeiten zu.

AlsBabette in der Lotterie gewinnt, bittet sie die pietistischenDorfbewohner darum, ihnen ein opulentes Festmahl zaubern zu dürfen.Skeptisch nimmt die kleine Gemeinschaft ihre Einladung an - festentschlossen, den fleischlichen Genüssen innerlich nichtnachzugeben und sich um keinen Preis von Babettes Essen beeindruckenzu lassen. Doch dann wirken sich die kulinarischen Künste derfranzösischen Meisterköchin nicht nur auf dieGeschmacksnerven aus, sondern auch auf die Herzen der geladenen Gäste…
EineGeschichte vom Altern und den verpassten Chancen, aber auch eineGeschichte vom ewigen Glück in der Vergänglichkeit desAugenblicks.